Märchen vom betrieblichen Generationswechsel

„Es war einmal ein kleines Königreich, in dem lebten die Menschen unter der weisen Herrschaft eines alten Königs glücklich und zufrieden.“ Mancher klein- und mittelständische Betrieb ließe sich mit diesen Worten liebevoll umschreiben.

Das Märchen aber geht weiter: die Menschen im Königreich werden kreuzunglücklich, als ein neuer König gleich einmal „alte Zöpfe“ abschneidet indem er die Tradition der Erzählung abschafft. Nichts ist mehr so, wie es einmal war, kein Stein mehr auf dem anderen.

Wäre also nicht der fallstrickreiche Generationswechsel gewesen, hätten wir gleich zum bekannten Ende kommen: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben (und arbeiten) Sie noch heute glücklich und zufrieden“ miteinander.

Einen ererbten oder selbst aufgebauten Betrieb an die nächste Generation zu übergeben verlangt vom Unternehmer viel! Lange vor dem Tag X muss er Abschied nehmen. Nicht nur von einigen lieb gewonnenen Marotten, sondern er muss sich vorbereiten, sein Reich wohlbestellt an den Nachfolger zu übergeben und es anschließend mit Würde zu verlassen. Alles Dinge, für die es keinen Masterplan gibt, höchstens ein paar Checklisten für die Zahlen, doch dafür hat man Berater. Am schwersten jedoch ist es,- loszulassen.

Während ich noch in Erinnerung an mein Germanistikstudium im Bereich „Märchenrezeption“ kramte, fand  ich eine Lösung, die den Generationswechsel sagenhaft einfach erscheinen lässt. Wie in jedem guten Märchen muss der Held sich besinnen und 3 Prüfungen bestehen bzw. ungewöhnliche Dinge tun:

  1. Schluss mit der Geheimniskrämerei

Sprechen müssen Sie mit vielen Beteiligten, vor allem aber mit Ihren Mitarbeitern! So offen, klar und rechtzeitig wie möglich – Zahlen sind dabei tabu, bzw. interessieren die Wenigsten. Vielmehr sind Sicherheit und Kontinuität gefragt, das Ziel muss klar formuliert sein, sodass alle vor Augen haben: ‚es geht weiter, auch wenn ich weg bin‘.

  1. Gefühle zeigen

Fingerspitzengefühl und Sensibilität sind (vor allem in Einzelgesprächen) gefragt – keine Angst:  auf professioneller Ebene meistern Sie solche Herausforderungen Dank Ihrer Erfahrung doch auch und  so schaffen Sie auch das:  Aktives Zuhören heißt die Kunst. Mimen Sie nicht den harten Hund, der Sie nicht sind, das nimmt Ihnen in dieser Situation sowieso keiner ab. Ihre Mitarbeiter kennen Sie besser als gedacht und Sie werden überrascht sein, was Sie noch alles über sich erfahren.

  1. Geschenke machen

Schenken Sie Ihren Mitarbeitern Vertrauen! Die gute Nachricht hierzu: Sie werden es mehrfach zurückbekommen. Zum Beispiel in Form von Hilfsangeboten wie einer Unternehmensübernahme als Belegschaft, Ideen aus der Mitarbeiterschaft für potentielle Übernahmekandidaten undundund. Wenn Sie  dann noch über sich hinauswachsen und Ihren Mitarbeitern zeigen, dass auch Sie diese komplett neue Situation nicht leichten Herzens erleben, haben Sie alles richtig gemacht!

Und sollten Sie nun noch Fragen zur Begleitung Ihres Generationswechsels auf Personalseite haben, stehe ich mit meiner Expertise und Erfahrung auf diesem Gebiet gerne zur Verfügung.

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