Warum sich die Mitarbeiter-Fluktuation bis 2021 verdoppeln wird

Die Wirtschaft brummt, das freut Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Mit steigenden Umsätzen und florierenden Märkten steigt aber auch eine andere Zahl, die noch von zu vielen Unternehmen unterschätzt wird, die Fluktuationsrate. Das verwundert, handelt es sich doch um einen großen Kostenfaktor mit direkten Komponenten wie Rekrutierung-, Auswahl- und Weiterbildungskosten von neuen Mitarbeitern sowie indirekten Kostenposten durch Know-how-Verlust und Arbeitsunterbrechung.

Aus der Vergangenheit wissen wir – Je besser die allgemeine Wirtschaftslage und je niedriger die Arbeitslosigkeit ist, desto eher wagen Arbeitnehmer den Sprung in einen anderen Job. Denn in guten Zeiten gibt es einfach mehr Jobangebote als in einer Krise. Hier die Fluktuationsquoten nach Branchen sortiert:

Beim Blick in die Zukunft zeichnen Experten einstimmig ein dramatisches Bild. Die Wechselbereitschaft der Beschäftigten und damit die Fluktuationsrate in den Unternehmen wird zusätzlich durch die Digitalisierung befeuert.

Funktionale Fluktuation bedeutet:

  • Es gibt neuen (=zusätzlichen) Personalbedarf
  • Viele Berufe sterben aus (= veränderter Personalbedarf)
  • Neue Generationen wechseln häufiger

Zudem verändert sich das Bewerberverhalten dramatisch, die 3 ‚C‘s

→  Connected (Social Media)

→  Conclusive (logisch und glaubwürdig)

→  Convenient (bequem)

gilt es zu beachten. Es wird also einen rasch weiter steigenden Recruiting- und Besetzungsbedarf geben und somit der Erfolgsfaktor Personal ein zunehmend kritischer werden, wenn man diesen Herausforderungen noch immer mit altbewährten Rezepten begegnet. Diese gehören also dringend auf den Prüfstand. Damit es zukünftig heißt -‚agile beats perfect‘ – und HR ist gerüstet für die prognostizierte Verdoppelung der Fluktuation.

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